Judith Ricklin
Gemeinderätin Kreuzlingen / Kantonsrätin Thurgau

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Auf dem Blog erfahren Sie aktuell Neuigkeiten zu meinem Amtsjahr als Gemeinderatspräsidentin von Kreuzlingen (Legislative). Viel Spass beim Lesen!

01.11.2020

Schon über 1 Jahr

Wie die Zeit so läuft….
Am 23. Oktober 2019 trat ich zur Vereidigung als Kantonsrätin im Ratssaal in Weinfelden an. Dieser Tag ist mir noch in bester Erinnerung. Es war ein besonderer Tag für mich mit vielen Gratulationen und Glückwünschen. Auch das Wetter war wunderschön an diesem Tag.
Nun, ein gutes Jahr später ist die Welt nicht mehr ganz die gleiche. Dieses fiese Virus gibt plötzlich den Takt vor. Ich bin bis jetzt ziemlich geduldig und guter Zuversicht und halte mich brav an die Regeln. Doch ich habe auch gemerkt, dass ich ständig alles in diese Waagschale werfe und ständig abwäge: “Ist dies noch verhältnismässig?”
Dies soll nun aber kein Eintrag über das Virus werden, sondern wie ich mich im Kantonsrat eingelebt habe. Ja, ich habe mich ziemlich gut eingelebt.
Bei meinem ersten Einsatz (Fraktionsmeinung) ging es um Mobbing. Ich war ziemlich nervös. Nicht einfacher wurde das Ganze, weil dieses Traktandum mehrmals auf einen anderen Tag verschoben wurde! Immer wieder musste ich mich neu darauf einstellen, bis ich dann endlich mein Votum bzw. die Fraktionsmeinung im Grossen Rat vertreten durfte. Am meisten gefreut haben mich nachher die zahlreichen positiven Rückmeldungen. Dies hat mich bestärkt auch gleich einmal ein Dossier zu übernehmen, bei dem ich mich doch ziemlich einlesen musste (”Istanbul-Konvention - Kantonale Analyse und Umsetzung”). Ich war schon wesentlich gelassener bei meinem zweiten Vortrag, worüber ich schon sehr froh war. Wenn es so ist, dann passt es und ich weiss, ich habe richtig Freude daran. Inzwischen habe ich mich auch schon zweimal aus persönlicher Sicht (in der Rolle als Lehrperson) gemeldet (”Feminisierung der PH und der Volksschule” und “Knaben an der Volkschule Thurgau im Abseits”) und hatte in der Folge eine Medienanfrage.
Apropos Medienanfrage: Im Juni 2020 wurde ich von der Delegierten versammlung zur Vizepräsidentin der SVP Thurgau gewählt. Ich musste mir im Vorfeld gut überlegen, ob ich diesen “Job” machen möchte. Ich habe mir einige Tage Zeit gelassen und bin zum Schluss gekommen, dass solche Gelegnheiten nicht alle Tage kommen und ich einerseits viel lernen kann, aber in dieser Position mit meiner Meinung eine neue Sichtweise einbringen kann. So habe ich zugesagt. In der Folge wurde ich im Oktober 2020 in den Parteivorstand der SVP Schweiz gewählt….und nun häufen sich auch die Medienanfragen…
Nie, aber schon gar nie im Leben habe ich daran gedacht, dass ich je einmal solche Positionen innehabe und ich mich dermassen stark mit Politik beschäftigen werde. Es hat sich wirklich einfach so ergeben. Angefangen mit einer harmlosen Anfrage, ob ich mir vorstellen könne einen “Job” in der Schulbehörde zu übernehmen….daraus ist zwar nichts geworden, weil ich nicht gewählt wurde, dafür so viel mehr anderes. So trifft das Sprichwort: “Ein Tor ist zugetan, doch tausend stehn noch offen” bei mir zu und ich habe damit schon so viel Positives erlebt, gerade auch im vergangenen Jahr.
Auch wenn das Virus mein Leben beeinflusst, bin ich doch immer bester Zuversicht (und ja, manchmal rege auch ich mich gewaltig über etwas auf), dass alles gut kommt. Wirklich Angst macht mir aber das Verhalten von einigen radikalen Gruppen und Einzelpersonen, welche derart pessimistisch sind (in Wort und Tat), dass nichts mehr Konstruktives dabei rauskommt. Gerade in schwierigen Zeiten ist sorgfältiges Denken und Handeln gefragt, Destruktivität bringt uns leider keinen Schritt weiter.
In diesem Sinne wünsche ich allen “kühlen Kopf”, positives Mitdenken/Mithandeln, ein Bewusstsein für die Mitverantwortung und gute Gesundheit!

Admin - 13:54:32 @ Kantonsrat | Kommentar hinzufügen

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